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Jagdverband: Silberreiher breiten sich in Deutschland aus

Silberreiher breiten sich nach Angaben des Deutschen Jagdverbandes aufgrund des Klimawandels in Deutschland aus. Das Vorkommen der Vögel meldeten 36 Prozent der beteiligten Revierinhaber, teilte der Verband in dem am Dienstag erschienen Wild-Bericht 2019 mit. Das entspreche sieben Prozentpunkten mehr als 2013. Bundesweit hatten knapp 30 000 Revierinhaber für den Bericht Daten geliefert, er umfasst damit 43 Prozent der unbebauten Fläche Deutschlands.


Der 85 bis 100 Zentimeter lange Silberreiher gilt nach Angaben des Verbands als «Gewinner des Klimawandels», da er sein Beutespektrum angepasst habe. Neben Fischen und Amphibien fresse er mittlerweile Mäuse und Wirbellose, die er auf Äckern oder Wiesen erspähe. Früher sei der Vogel nur ein Durchzügler gewesen, nun blieben immer mehr Tiere über den Winter in Deutschland. Am meisten beobachteten ihn Jäger aus Revieren in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.


Das Wildschwein profitiere vom Klimawandel und der veränderten Anbauweise auf den Feldern. Im Jagdjahr 2018/19 meldeten 88 Prozent aller erfassten Jagdbezirke ein Vorkommen der Wildschweine. Mittlerweile könnten sich die Tiere durch gestiegene Temperaturen auch problemlos in Regionen mit mehr als 1000 Höhenmetern ausbreiten, sagte ein Verbandssprecher. Der Wild-Bericht enthält Daten zu 16 Tierarten.

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